Donnerstag, 22. August 2019
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Auch Spürnasen riechen keinen Rauch im Schlaf

Freitag, der 13. April 2012 ist bundesweiter Rauchmeldertag

Jeden Monat verunglücken über 40 Menschen tödlich durch Brände, die meisten davon in den eigenen vier Wänden. Die Mehrheit stirbt an einer Rauchvergiftung. Zwei Drittel aller Brandopfer werden nachts im Schlaf überrascht.

Die jährlichen Folgen in Deutschland: Über 500 Brandtote, 5.000 Brandverletzte mit Langzeitschäden und über eine Mrd. Euro Brandschäden im Privatbereich. In vielen Fällen lösen  dabei technische Defekte Brände aus, die ohne vorsorgende Maßnahmen wie Rauchmelder zur Katastrophe führen. Vor allem nachts werden Brände in Privathaushalten zur tödlichen Gefahr, wenn

alle schlafen, denn im Schlaf riecht der Mensch nichts. Tödlich ist bei einem Brand in der Regel nicht das Feuer, sondern der Rauch. Bereits wenige Atemzüge hochgiftigen Brandrauchs können tödlich sein, die Opfer werden im Schlaf bewusstlos und ersticken dann.


Rauchmelder sind Lebensretter!

Denn vor allem nachts, wenn auch der Geruchssinn schläft, erweisen sich Rauchwarnmelder als aufgeweckte Lebensretter. Sie erkennen den Brandrauch frühzeitig, warnen die Bewohner und schenken so lebensrettende Minuten für die Flucht.


Rauchmelderpflicht in immer mehr Bundesländern

Aktuell gibt es in neun Bundesländern eine Rauchmelderpflicht in Neu- und Umbauten sowie teils auch in Bestandsbauten: Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen. Hier sind in Kinder- und Schlafzimmern sowie Fluren, die als Rettungswege dienen, Rauchwarnmelder vorgeschrieben. In zwei weiteren Bundesländern (Niedersachen und Nordrhein-Westfalen) steht die gesetzliche Einführung unmittelbar bevor.

Auch der Landesfeuerwehrverband Bayern, der Werkfeuerwehrverband Bayern und die Arbeitsgemeinschaft der Leiter der Berufsfeuerwehren Bayerns sprechen sich für die Einführung einer gesetzlichen Rauchmelderwarnpflicht in Privathaushalten aus.

 

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Quelle: PM des LFV Bayern, Uwe Peetz, LandesFeuerwehrVerband Bayern e.V., Carl-von-Linde-Straße 42, 85716 Unterschleißheim